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Friedrich Bayer
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Friedrich-Bayer
(1825 - 1880)
Namensgeber und Gründervater des Bayer-Konzerns
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Geburtsdatum: 06. Juni 1825
Geburtsort: Barmen
(heute zu Wuppertal)
Todesdatum: 06. Mai 1880
Todesort: Würzburg
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Biographie
Der Name der Bayer AG und ihr Firmenzeichen, das Bayerkreuz, sind weltweit bekannt. Kaum bekannt dagegen ist Friedrich Bayer, der Mann, dessen Name das Unternehmen noch heute trägt. Wer war er?

Friedrich Bayer - der Name wurde damals mit ey geschrieben - wurde am 6 Juni 1825 in Barmen (heute Wuppertal) geboren. Sein Vater war Seidenwirker, seine Vorfahren Tuchhandler in Nördlingen. Ursprünglich stammt die Familie, die sich bis ins 16 Jahrhundert zurück verfolgen läßt, aus der Oberlausitz/Sachsen, wo "bajer" (Geschichten-) Erzähler bedeutet.

Mit 22 Jahren kauft Friedrich Beyer seinen ersten Grundbesitz, mit 23 Jahren heiratet er und entwickelt, begünstigt durch einen allgemeinen Wirtschaftsaufschwung nach der Revolution 1848/49, ein für die damalige Zeit ansehnliches Spezialgeschäft für die Belieferung der Textilfärbereien mit natürlichen Farbstoffen, wie Cochenille, Indigo, Farbholzextrakten, Farbhölzern und Färberei-Hilfsstoffen. Durch eine besondere Art des Mahlens, durch Extrahieren und andere Methoden gelingt es ihm, die Qualität der von ihm verkauften natürlichen Farbstoffe und Farbhölzer zu verbessern. Sein Vertriebsnetz erstreckt sich nicht nur über alle Teile Deutschlands, nach Amsterdam und Brüssel, sondern bald auch nach London, St. Petersburg und New York.

Um die gleiche Zeit macht ein betrügerischer Kaufmann namens Friedrich Beyer aus Leipzig wegen zahlreicher windiger Unternehmungen von sich reden. Friedrich Beyer aus Barmen befürchtet wegen des schlechten Rufes seines Namensvetters eine Geschäftsschädigung und ändert seinen Namen in
Bayer - mit ay..

In diesen Jahren schlägt die Geburtsstunde der Modernen Organischen Chemie. 1856 entdeckt der Engländer Perkin die Herstellung des ersten Farbstoffes aus Anilin auf der Basis des Steinkohleteers, das Mauvein, drei Jahre später Verguin des Fuchsien, und so folgen Neuentdeckungen auf Neuentdeckungen. An einer solchen Entwicklung kann eine bekannte Farbenhandlung wie die Friedrich Bayers nicht vorübergehen. Das Verdienst Friedrich Bayers ist es, dass er nicht abwartet, bis die neuen Farben eingeführt sind und sich auf dem Markt bewährt haben, sondern dass er sie sofort in sein Vertriebsprogramm aufnimmt.

Dieser Tag ist der Gründungstag der späteren Bayer AG. Friedrich Bayer bringt sein gesamtes Vertriebsnetz in die neue Produktfirma ein. Das Hauptgeschäft liegt bei Fuchsin, doch bald werden auch Anilinviolett, Anilinblau, Lichtgrün und andere Farbstoffe hergestellt. Im Frühjahr 1864 werden bereits zwei Chemiker beschäftigt. Die Fuchsin-Fabrik erweist sich bald als zu klein, so dass 1866 eine neue Farbenfabrik "in der Vogelsaue", außerhalb von Elberfeld, gebaut wird. In dieser neuen Fabrikanlage werden bei der Verarbeitung der Arsenpräparate bereits erste Maßnahmen des Umweltschutzes beachtet.

Anfang der 70er Jahre entstehen in Deutschland verschiedene Allianzfabriken, nachdem ein Verfahren entwickelt war, einen der wichtigsten natürlichen Farbstoffe, den Krapp, synthetisch herzustellen. Eine dieser Allianzfabriken ist die "Allianzfabrik Friedrich Bayer und Compagnie". Teilhaber sind Bayer, Weskott, Bayer-Schwiegersohn Carl Rumpff, Weskott-Schwiegersohn August Siller und der Technische Leiter, Eduard Tust.

Starker Konkurrenzdruck und Preisabfall bringen es mit sich, dass benachbarte Allianzfabriken zusammenbrechen, darunter die "Aktiengesellschaft für Chemische Industrie". Bayers Allianzfabrik kauft sie auf und weitet dadurch die eigene Produktion erheblich aus.

Am 4. Oktober 1876 stirbt Friedrich Weskott, und am 1. Januar 1878 wird die Allianzfabrik von der Firma "Friedr. Bayer & Cie." mit sechs Teilhabern Bayer Sen., Friedrich Bayer Jun., Friedrich Weskott Jun., Rumpff, Siller und Tust übernommen.

Friedrich Bayer sind nur noch wenige Jahre vergönnt. Am 6. Mai 1880 stirbt er in Würzburg, knapp 55 Jahre alt, auf einer Reise an einer verschleppten Rippenfell-Entzündung. Er hat mit Pioniergeist den Grundstein zu einen Weltunternehmen gelegt, weil er die Zeichen der Zeit verstand und ihre Chancen zu nutzen wusste. Bei seinem Tod beschäftigte das Unternehmen 2 Prokuristen, 14 Chemiker, einen Ingenieur, 14 kaufmännische Angestellte, 15 Meister und 340 Arbeiter.

1881 wurde die Firma in Eine Aktiengesellschaft umgewandelt und damit der Weg für die weitere Zukunft bereitet.
Quelle: www.fbrs.de.vu 
Weiterführende Links: 
  Bayer AG
  WIKIPEDIA Die freie Enzyklopädie
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